Sonntag,
den 26. Juli 2026

und >

ggfls. Kom. >

 

Als Richard Wagner vor 150 Jahren in Bayreuth die Festspiele für seine Musik-Dramen eröffnete, baute er auch das Haus Wahnfried als Ort zum Leben und Denken, das hiess hier Komponieren und Schreiben dazu. So wie er für seinen Musik-damatischen Werke sich sein Haus dafür fernab suchte und baute, so dachte er sein Haus zu Wohnen als Verbindung von Leben und Hervorbringen seiner Werke auf der Bühne. Frei von irritierenden Einflüssen von aussen. Das war als Botschaft auch ein Konzept sich abzugenzen. Vor 81 Jahren verstanden von den Bomben dies WahnFried zielgenau neben dem Festspieltheater zutreffen. Denn von dort holte sich das feindliche Deutschland seine Energien. Das Nebenhaus aber wo Winifred Wagner, die in England geborene und Hitlers beste Freundin in Bayreuth, ihn oft zu Gast einlud, blieb unbeschädigt stehn bis heute im Umbau unhistorisch geworden.

Als wir 1982 zum hundersten Jahr des Parsifal dies als Film wagten, wählten wir in Cannes zur Premiere für die Welt im Festspielhaus am Meer die Nacht. Ab Mittennacht bis zum früher Morgen, anstelle des geplanten Pornokinos in der Nebenstrasse des Abends, nachdem die Putzfrauen das Festspielhaus vom Tag davor freigemacht hatten. Auch um danach an den Strand des Morgens zu gehen. Das war gegen alle Regeln, denn die müden Festpielgäste und die Journalisten schliefen üblicherweise endlich. Und so war nicht nur die Festpielleitung, sondern auch der französische Verleih und Produzent bis zum Bruch aller Verbindungen dagegen. Was dann geschah, gelang bei vollem Haus. Mit bestem Ton und Bild. Im Festspielhaus selbst am Meer.

Denn Richard Wagner brauchte seinen Platz für seine Bilder und Töne und Worte mit dem Raum als Modell, den wir nun erweiterten, immer eingedenk, woher das alles kommt. Dem Kopf getreu, seine Erbschaften verwaltend. Auch in den Erweiterungen, die dazu gehören von Ludwig, dem Film-Requiem bis dem Hitler aus Deutschland, und in eine Nacht, die uns befreite, hineinführend, wo wir dies alles sehen. Denn diese Töne dienten den Bilden zu neuen Welten, erweiternd, kontrastierend, zu Erkenntnissen auch wo schmerzt und beseelt auf seine Weise.

Das war der Lohengrin bis in den Alptraum, und Tristan als Ludwigs Nacht im Wald der Schlitten oder sein einsamstes Gebet vor den Helden anderer Welten und es war ein Hitler von Parsifal bis Siegfrids Märschen ins Nichts, zum Götter Dämmerungs- Monolog der letzten Worte vor dem Ende.

 

 

 

durch die Fahnen Europas und der Welt

Im Ton: Rienzi.

"Hier wurde das geistige Schwert geschmiedet mit dem wir siegten.."

1977

 

Die Musik aus R. wurde zum Signal des Barbarossa- Feldzuges gegen die SU.

 

RW aber heute in Bayreuth braucht diese Erweiterung technisch und mit den Ohren zu sehen, was das Denken über die Jahre nun gebracht. Streng nach des Meisters Gebot, doch frei auf eigenem Weg für den Raum, den Tönen und Worten gerecht zu werden. Und dem Zustand der Welt auf diesem Planeten. Mit seinen täglichen Nachrichten aktuell. So auch uns als einzige Rettung. Dass es wert sei hier gelebt zu haben.
Sept.2025

Schluss der Briefe >http://www.syberberg.de/Syberberg4_ 2025/video/Nacht1Bx264engl.mp4>>von RW an die Frauen seines Lebens

 

So schrieb NK. aus Moskau vor einem Jahr zur Einladung die Flime von hier 81 Jahre nach dem Ende des letzten Krieges.Zu den Filmen nun für das Demmin von 1945.