Freitag,
den 20. März 2026
Äquinoktium heute 15:45 Uhr

und >

ggfls. Kom. >

 

Nach sorgfältiger interner Prüfung > die würden wir gerne kennen-
müssen wir Ihnen dennoch mitteilen, dass wir aufgrund unserer aktuellen Mittellage >täglicher Sendungen-
sowie der derzeitigen programmlichen Ausrichtung >das ist interessant welcher Art-
leider keine Möglichkei>eher ohneWillen- sehen,
Ihr Projekt „NachtGesang 2025“ anzukaufen- niemand hat eine Summe genannt-
oder weiter zu begleiten >nicht nötig.
Also Zensur
.

Das nicht, von Ihnen nicht, so nicht.
Von wem unterschrieben, nicht von der Intendaz oder für Kultur beauftragen Mitarbeitern.

 

So geschrieben und mitgeteilt nennen wir das schlecht gearbeite, nachdem ich nach Monaten des Schweigens mich an die Intendanz Hilfe suchend gewendet. Deren Vorgängern wir von Anfang des Senders teilweise persönlich vertraut gekannt.


In diesem Nachrichtenblatt der ARD, also der deutschen Fernsehanstalten ihrer Bundesländer im 1. Programm, zum 75. Jahrestag unserer 60 Jahre davon im BR, mit einer Liste von 288 Seiten der Filme dazu
was und mit wem dort im Bayerischen Rundfunk von uns und zusammen enstand. Bis zum Film der Demminer Gesänge und dessen Sendung im letzten Dezember. An oberer Stelle genannt, heisst auch eine besondere Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang.

 

Ab 1963 beginnt die Zusammenarbeit von Syberberg mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Er arbeitet für das Fernsehen im Bayerischen Rundfunk, macht Beiträge für die Sendereihen "Münchner Abendschau" und "Aktuelle Viertelstunde". Schaut man sich die Aufstellung dieser Berichte an, die in der Zeit von 1963 bis 1967 entstehen, dann ergeben sich Anknüpfungen an frühere und spätere Schwerpunkte von Syberberg. So läuft am 16. Juni 1965 ein Interview von ihm mit Therese Giehse, die Mitglied im Berliner Ensemble von Bertolt Brecht war. Am 12. Februar 1965 wird ein Beitrag über Ludwig II. gesendet, der wie eine Vorstufe wirkt zu Syberbergs Spielfilm über den bayerischen König aus dem Jahr 1972.

Durch die kürzeren Berichte im Fernsehen ergeben sich Möglichkeiten, auch längere Arbeiten unterzubringen. So kann Syberberg im Bayerischen Rundfunk am 19. Juni 1965 einen fast zweistündigen Film mit dem Schauspieler und Theaterregisseur Fritz Kortner platzieren, bei dem es um die Inszenierung des Stückes "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller geht. Diese Ausstrahlung wiederum macht Romy Schneider auf den jungen Filmemacher aufmerksam. Es folgt eine Anfrage von ihrer Seite an den Bayerischen Rundfunk mit dem Wunsch eines Fernsehporträts. Dabei hatte Syberberg bereits vorher Kontakt zu Harry Meyen. Ein kurzes Interview mit dem Schauspieler und Regisseur, der zu dem Zeitpunkt mit Romy Schneider noch nicht verheiratet war, wurde am 30. November 1964 gesendet. Bei dem Film mit ihr, der an drei Tagen Ende 1966 in Kitzbühl aufgenommen wurde, gab es vor allem am Schneidetisch Probleme. Statt der vereinbarten Stunde lieferte Syberberg neunzig Minuten ab. Nach der Kürzung intervenierte wiederum Harry Meyen, der Szenen entfernt und fremde Passagen eingebaut haben wollte. Da Syberberg Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks war, musste er die Änderungen akzeptieren; er zog aber seinen Namen zurück. "Romy – Portrait eines Gesichts", der populärste Film des deutschen Regisseurs, wurde schließlich am 21. Januar 1967 mit einer Länge von 53 Minuten gesendet.

Die Fernseharbeit in den frühen sechziger Jahren bot für Syberberg einerseits die Möglichkeit, nach dem Studium Geld zu verdienen und andererseits, "mit Kamera, Licht, Schneidetischen, Tonstudios zu experimentieren, zu Themen des Tages und selbstgestellten größeren Aufgaben nach Art des Kalenders". Er konnte dabei vor allem auch sein Faible für das Theater ausleben. Ein Interview mit Friedrich Dürrenmatt, das am 16. Februar 1966 gesendet wurde zu einer Aufführung des Stückes "Der Meteor" in den Münchner Kammerspielen, führt Syberbergs Interesse aus seiner Dissertation fort. Für das bayerische Regionalfernsehen hat er einen Schwerpunkt bei den Theaterpremieren. Am 7. April 1965 läuft ein Beitrag von ihm über William Shakespeares "Der Sturm" in der Regie von Hans Detlef Sierck, der in den USA als Douglas Sirk bekannt ist und dessen Melodramen für Rainer Werner Fassbinder wichtig waren. Die negativen Erfahrungen beim Bericht über Romy Schneider, wo Syberberg hilflos alle Änderungen ertragen musste, führen dazu, dass er seine eigene Firma gründet, um die ästhetische Kontrolle bei den längeren Filmen zu behalten.

Fortan entstehen Auftrags- und Koproduktionen mit den Fernsehsendern. Syberberg dreht "Amphibienfilme", die sowohl im Kino laufen können als auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlt werden. (Der Ausdruck ist abgeleitet von Tieren, die im Wasser und an Land leben.) Reibungslos verläuft die Zusammenarbeit nicht. Der Bericht "Sex-Business – Made in Pasing" von 1969 über den Erotikregisseur und Produzenten Alois Brummer wird mündlich vom ZDF in Auftrag gegeben, aber dort nicht gesendet, weil ein Anwalt der SPIO (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft) in Syberbergs Arbeit zu Wort kommt. Die verantwortlichen Redakteure befürchten, dass sich eine Ausstrahlung negativ auf den Einkauf der Lizenzen für Spielfilme auswirkt. Gesendet wird der Beitrag schließlich im Bayerischen Rundfunk.

Im Rahmen des "Kleinen Fernsehspiels" fördert das ZDF den Film "Ludwig – Requiem für einen jungfräulichen König" von Syberberg, der 1972 fast zeitgleich mit Luchino Viscontis aufwendiger Arbeit über den Monarchen in die Kinos kommt. Der deutsche Regisseur beschäftigt sich auch danach mit dem Thema und dreht im Auftrag des Bayerischen Rundfunks einen Beitrag über Theodor Hierneis, der für Ludwig II. gekocht hat. Die historische Figur wird von dem Schauspieler Walter Sedlmayr verkörpert. Der bayerische König förderte den Musiker Richard Wagner, mit dessen Leben sich Syberberg in einer weiteren Auftragsproduktion vom Bayerischen Rundfunk beschäftigt. Dabei handelt es sich um ein langes Gespräch mit Winifred, der Schwiegertochter des Komponisten, die im "Dritten Reich" die Bayreuther Festspiele leitete und auch im Interview mit Syberberg noch offen Sympathie für Hitler zeigt. Obwohl das Treffen mit ihr bereits 1975 stattfand, wurde der kontroverse Film im Fernsehen erst 1977 gesendet. Die Aufmerksamkeit, die Syberberg für seine Arbeit über Ludwig II. in Paris bekam, führte dazu, dass das französische Institut national de l’audiovisuel sich finanziell beteiligte an "Hitler – ein Film aus Deutschland" von 1977, der eine Länge von fast sieben Stunden besaß. Die BBC und der WDR hatten den Film koproduziert, der am 3. Januar 1980 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Die Beschäftigung mit Richard Wagner gipfelt bei Syberberg in der filmischen Inszenierung der Oper "Parsifal". Der Kinostart war am 17. Juni 1982. Der Bayerische Rundfunk sendete den Film als Koproduzent in mehreren Teilen erstmals 1984 im Fernsehen. Die Rolle der Kundry spielte in dieser Inszenierung Edith Clever, mit der Syberberg in den folgenden Jahren eng zusammenarbeitete. Dabei ging es vor allem um literarische Texte von Heinrich von Kleist, Arthur Schnitzler oder auch James Joyce, welche die Schauspielerin vortrug. Diese Monologe wurden vor allem vom ORF koproduziert. Seit einem Vierteljahrhundert beschäftigt sich Syberberg mit dem Gutshaus seines Vaters in Nossendorf, in dem er geboren wurde, dessen Enteignung er erlebte und das er nach der Wende erneut erwerben konnte. Täglich berichtet er auf seiner Homepage von den Ereignissen in der Gegend seiner Kindheit. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der Syberbergs filmische Arbeiten unter dem Titel "Demminer Gesänge" in den letzten Jahren förderte, begleitet ihn weiterhin bei seiner Tätigkeit als Bildkünstler.


Unter dem Aspekt

Medien-Demokratie- Geschichte. Meinungsfreiheut. Medienvielfalt und die Zukunft der demokratischen Gesellschaft in Deutschland liest sich diese Arbeit mit Film im Rechenschftsbericht von akademischer Seite aus gegebenem Anlass des 90. Geburtstages nun so.

Es ist beeindruckend zu sehen, welche Resonanz Ihr Werk weiterhin international erfährt und mit welcher Wertschätzung Ihr künstlerisches Schaffen begleitet wird. Die große Anerkennung, die Ihnen über viele Jahrzehnte hinweg entgegengebracht wird, unterstreicht eindrucksvoll die besondere Stellung, die Sie in der Filmgeschichte einnehmen.
Auch wir begegnen Ihrem Werk mit großem Respekt und sehen die Bedeutung Ihres künstlerischen Ansatzes, der das Kino immer wieder als Gesamtkunstwerk gedacht und geprägt hat.
Nach sorgfältiger interner Prüfung müssen wir Ihnen dennoch mitteilen, dass wir aufgrund unserer aktuellen Mittellage sowie der derzeitigen programmlichen Ausrichtung leider keine Möglichkeit sehen, Ihr Projekt „NachtGesang 2025“ anzukaufen oder weiter zu begleiten.
Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, gerade auch im Bewusstsein Ihrer langjährigen Verbindung zum Haus.

Und so nun die Antwort des BR
Was kann man dazu sagen. Der Brief an die Intendanz vorher von der art, was nicht oft schreibt in seinem Leben.
Diese natürliche Partnerschaft durch gemeinsame Schulen gegangen, nach einer freien Zusammenarbeit gebiert auch gewisse Zuständigkeiten auf Vertrauensbasis ordentlicher Arbeiten. Von unserer Seite durch die Qualität der Arbeiten und auf der Seite der Sender redlicher und korrekter Prüfungen und Öffentlichkeitenangebote zu denen die Filme laut einem gewissen medialen GesellschaftsVertrag Zugang haben.
Da die ARD eine Institution der "öffentlichen Hand" also nicht kommerzieller oder privater Interessen auf demokaritscher Basis auch mit einem kulturellen Auftrag eingerichtet ist, sind Filme ihr Hauptausdrucksmittel mit dem dies Fernsehen sich anbietet. Wir, nach lebenslanger Übung am gleichen Ort, sind seit unserem Beginn am Ende des Studiums in München im BR zuhause und eine natürliche Partnerschaft ergab sich daraus. Diese nun hier 60 Jahre mit gelegentlichen Ausflügen beidseitig, aber doch so, dass man eine Aufmerksamkeit erwarten darf wenn wieder was kommt. Immer im Dienst des öffentlichen Rechts auch deren filmischer Informtion.

Seit einiger Zeit, lange Wochen und Monate, liegt der neue Film NachtGesang als Nachfolge der letzten Demminer Gesänge dem BR, nun zur Prüfug gedrängt, vor . Erste Präsentationen und Reaktionen dazu ergaben im Land wie ausserhalb ein Echo, dass den Film geeignet erscheinen lässt ihn nun auch allen hier zugänglich zu machen, im Land woher er kommt und in dem er sich bewähren muss. Denn es geht um die Geschichte hier und ihrer letzten 80 Jahre zutiefst, am konkreten Fall von einer Hand, die gerade darin sich als zuständig erwies. Sehr persönlich im Lebensweg als auch all gemein in der Musik die ihn begleitet.

Der Film ist nicht von üblicher Art wie das Thema um das es geht, und man darf gespannt sein auf die Sorgfalt des Urteils und seiner Begleitung im Programm des Senders, der schon den ersten Teil gezeigt hat. Dann kam der Bericht des BR.

Heute auch im Nordkurier/Demminer Zeitung der sorgfältige Bericht zur gewaltsamen Schliessung des historischen Gründungs-Ortes der Stadt und des Landes Demmin an allen Zugängen über die Bücke und der an den Wallanlagen. Das nach hohen Zuwendungen des Landes für eine Machbarkeitsstudie, ohne Nutzungsprogramm seitdem. Und das nach selbstverschuldetem ruinösem Zustand, als das domniernde Gutshaus in der Mitte der Anlagen über der Stadt nach dem Fall der Mauern in bestem Zustand vom Eigentümer nach einem Brand im Inneren übergeben wurde mit der Auflage dessen historische Bedeutung zu übernehmen. Eigentümer, derselbe von vor 1945 nach KZ-Aufenthalt als Folge seines Widerstands davor.
Ohne diese Übernehme zu realisieren, wurde dies historische Haus zum Gegenstand eines jahrelangen zu beobachtenden Vandalismus, wie alle nicht an die enteigneten Gutshäuser zurückgegeben, nach Abzug der russussische Besatzungen und nach dem Fall der Mauern im Lande, wenn man sich nicht erbarmte sie zu retten. Auch dies ist ein Teil und begleitender Befund der Stadt Demmin aktuell, dessen Lähmung und ihre Ursache zu den Filmen von ihren Gesängen als Film wesentlich gehört.
Blick vom Turm der Kirche in Nossendorf am Morgen Richtung Demmin

11::11h
schon mehr

Blick vom Turm in Richtung Gutslage aktuell
Von hier ausgehend steigt der Nebel doch.

In Zeiten des Kino-Sterbens sind unsere Filme dort "ohne Publikum"(D.Lynch)und in sehr punktuellen Auftritten in Installationen speziler Gehäuse oder Events ist die noch wirksame Einrichtung der TV Institutionen mit öffentl. Kutur-Auftrag noch nostalgischer Partner unserer Filme in Verbindung mit der Öffentlichkeit. Wehe aber, wenn sie versagen.
Hier wird man sehen, ob sie funktioniert. Sonst zu sehen und hören demnächst siehe unten > Näheres demnächst.

Näheres demnächst mit einer Zugabe als speziellem Prolog

Nach dem berühmten Nein der Berlinale 2023 zu den Demminer Gesängen nach 30 Jahren Schweigen (wo sind die in Berlin Leitenden von damals heute)
nun das Nein des BR zum Nachfolgefilm des NachtGesangs 2025 aus München...