Sonntag,
den 7. Dezember 2025
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Post aus Südkorea
Waschküche und Taubenschlag abgerissen danach
Stellmacherei abgerissen danach
gilt immer noch
Was bleibt von der Kunst, wenn sie auf die durch ihren Präsentationskontext vorgegebene Bestimmtheit verzichtet? Um nicht in etwas Alltägliches, Eindeutiges, Vertrautes zu verfallen, verlässt Syberbergs Kunst auch Kunstinstitutionen wie Galerien und Theater und begibt sich ins Unbekannte. Und dies tut sie auf zweierlei Weise: Zum einen begibt sie sich in Räume, die zuvor nicht als Kunsträume galten; zum anderen erkundet sie die Weiten des Internets und begrüßt es enthusiastisch als einen Ort ohne Kontrolle,<sup>286</sup> der somit auch jenseits der Frage liegt, ob sein Inhalt zur Kunst gehört oder nicht. Das Café Zilm fand somit auf dem Hauptplatz statt, während andere Teile des Nossendorf-Projekts an verschiedenen Orten in Nossendorf und Demmin stattfanden, teilweise mit Live-Videoübertragungen zu anderen Orten.<sup>287</sup> Um nicht selbst in etwas Alltägliches und Vertrautes zu verfallen, nähert sich die Kunst diesem an, als ob sie erkannt hätte, dass der einzige Ausweg darin bestünde, dem Alltäglichen und Vertrauten so ähnlich wie möglich zu werden, ohne sich dabei in irgendeiner Weise abzuheben. Denn jede herausragende Eigenschaft würde die Kunst als etwas erkennbar machen, sie vorhersehbar und lokalisierbar, kurzum, zu etwas, worüber man eine Erkenntnis gewinnen könnte. Indem sie sich also dem Alltäglichen und Vertrauten annähert, ist es, als ob die Kunst – bei der man nicht mehr weiß, ob sie überhaupt noch Kunst ist – einen Punkt erreicht hätte, an dem man sie nicht mehr vom Alltag unterscheiden kann. Es ist, als ob sie der drohenden Gefahr entgehen wollte, indem sie ihr eigenes Überleben infrage stellte. Die Logik von Café Zilm besteht genau darin, dass man nicht 285 Fast alle seine Werke aus dieser Zeit waren ursprünglich Theateraufführungen, die auf Festivals stattfanden, während nur einige davon (Die Nacht, Fräulein Else, Penthesilea, Die Marquise von O. und Ein Traum, was sonst?) auch verfilmt wurden. 286 „Doch neue Techniken eröffnen neue Möglichkeiten. Das System aus Bildern und Tönen, das Internet genannt wird, erst wenige Jahre alt und für alle zugänglich, ermöglicht die Kommunikation mit der ganzen Welt und die Individualisierung ästhetischer Freiheiten. Ohne Sender, ohne Kinos, ohne von den kommerziell ausgerichteten Mechanismen der Zensur gemietete Apparaturen oder funktionärer Gesten gegenüber den dem Konsens treuen öffentlichen Organen, anarchisch, ahistorisch, ohne Wertkontrolle oder Absichten, ohne Verleger und Vertreter oder Vereinbarungen mit Galeristen oder kommerziellen Druck. Alle Filme werden gezeigt und akzeptiert, ältere wie neue, alle Texte, Bilder und Töne stehen allen unkontrolliert zur Verfügung und sind von allen übertragbar; eine Flucht in einen Computer nach dem Vorbild des US-Pentagons, eine neue computerbasierte Romanze für all jene, die vom Autismus unserer Höhlen aus feuchten Zellen geschädigt sind, wo die Dislokation des absichtlichen Verfalls ehemaliger Schreine inmitten der Hölle von Unterhaltung, Erlebnissen und Freizeitmobilen eine Flut kalter Einsamkeit bietet.“ „Verwahrlosung ehemalige Kultstätten zu Spaß-Erlebnis-Höllen und Freizeit-Mobile eine Flut kälter Einsamkeit bieten]?” Syberberg 1995, 22. Zuvor hatte der Regisseur die Mutation des Kinos im Zeitalter der Massenpopularität von Videos bereits begrüßt und in seinem Vorwort zum Drehbuch von „Hitler, ein Film aus Deutschland“ spekuliert, dass die neuen Medienbedingungen „eine völlig neue Ästhetik des Films und des Sehens mit sich bringen würden. Nämlich, dann kann man einen Film in Teilen sehen, ihn wie ein Buch lesen, ihn wie eine Symphonie hören.“ Syberberg 1978, 54. Die zitierte Passage wurde in der veröffentlichten englischen Übersetzung von Syberbergs Buch nicht aufgenommen. 287 Zum Beispiel mit dem Centre Pompidou in Paris, das während einer Ausstellung über Syberberg eine Live-Videoverbindung zu seinem Geburtshaus in Nossendorf herstellte. Vgl. Longchamp 2003. 119 Ich weiß nicht mehr, was es wirklich ist. Café Zilm könnte ein provisorisches Café sein, in dem man hausgemachte Süßigkeiten probieren und Freunde treffen kann. Oder es könnte ein Ort sein, an dem man aussprechen konnte, was lange verschwiegen worden war. Oder ein Ort, an dem man die Lieder der Kindheit singen konnte. Für manche jedoch, darunter auch der Autor dieser Zeilen, war es ein Ort des Lernens. Indem es auf einem Marktplatz stattfand, an einem Ort, der nicht unbedingt auf Kunst schließen lässt, und indem es gleichzeitig die Signatur des Künstlers zurückhält, scheint das Café Zilm die Unsicherheit über seinen Status als Kunst oder etwas anderes selbst zum Gegenstand eines Kunstwerks zu machen. Diese Unsicherheit ließ sich nicht durch eine Erkenntnis auflösen, die man im Zelt selbst gewinnen konnte, noch weniger durch Wissen, das man sich durch die Lektüre gelehrter wissenschaftlicher Abhandlungen über Syberberg aneignen könnte, nicht einmal durch die ansonsten recht großzügigen Schriften des Künstlers selbst, da diese Schriften stets die Spannung zwischen der Interpretation seiner eigenen Kunst als etwas Alltägliches und Vertrautes, zumeist als kollektive Psychotherapie, und seinem Vertrauen in die Kraft der Kunst, jeden Versuch, sie auf ihre alltägliche und vertraute Gestalt zu reduzieren, zu vereiteln, in sich tragen. Wenn die Kunst versucht, sich nicht in etwas Banales und Vertrautes zu verwandeln,


Erinerung an den Guten HW von gestern
gefunden noch aus der esten Zeit hier Rückseite des Hauses nach Ankunft.
vorher
Linden weg
Weiter aus Dalibor Davidovic
Und dann fiel die Heizuug aus. Notdienst am Wochenende, nachts, dankbar sein, aus Kroatien, wenn alle dt. Vertragspartner zur Wartung schlafen.
Es war in der alten Ölheizung des Luft-Wassergleichgewicht gestört, nachdem Luft ausgelassen wurde, als die Heizkörper erkalteten. Und die Zündung war schwarz verstopft, wo die Düse das Öl zur Entzündung führt. Was gelernt.Wartung nötig. Nun teuer doppelter Preis.
gefunden .
Als wir anfingen die LPG -Halle nach der ehem. Scheune neu zu besetzen. Mit den Prospekten aus Friedersdorf zum Kleist der Marquise vom O... nach 1945. Mit einfachem Tisch und auch solchen Leuchtern zu ersten Texten unserer Versuche hier vor dem Turm. wieder.
Gutslage genannt vom Vater und Richtung Demmin der Blick vom Turm. Übers Land leuchtend.