Donnerstag,
den 4. Dezember 2025

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Am Abend heute gesendet über Mitternacht

Als in Demmin jenes Cafe Zilm für 2 Wochen nochmal stand auf dem ehemaligen Platz diese Romy nun nochmal vorgeführt und wieder gestrichen, als es in den Film kam ins Fernsehen geliefert. Obwohl in Moskau wie in Amerika ein Thema und nächste Woche alles zusammen auch in Deutschland, Frankfurt alles intakt.

Und dann was sie ausgelassen. Nun auch in München, im Fernsehen Deutschlands
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Der Anfang der Romy als Film zeigt den Tisch in den Bergen, wo sie frühstückte und jenes "coffee, coffee.." nicht sagen durfte, weil es HM, ihr späterer Mann, für deutsches Publikum das nicht wollte. Mit dem BR als sofortiger Helfershelfer. Herausgeschnitten 1966 und später 2008 wieder geduldet, finden wir es nun kaum mehr. Aus Angst verschliffen. Von Cutterinen leise gedreht und in Tonstudios klein gedreht.auch in der erhaltenen Arbeitskopie, die wir nun senden. Der Film wieder da, fliessender Übergänge von Bildern und Tönen. Zum Sinn geworden.

 

Wenn Kunst, die sich dem Verkommenwerden zu etwas Alltäglichem und Vertrautem widersetzt, unbegreiflich wird, wenn man sich nicht einmal mehr sicher ist, ob sie überhaupt existiert, dann kann alles zur Kunst werden, sogar die Renovierung des eigenen Hauses. Syberberg konnte davon jahrelang nur träumen oder es zumindest, wie in „Die Nacht“, für einen kurzen Moment in seiner Erinnerung bewahren, da es nach dem Krieg verstaatlicht und unzugänglich war, insbesondere für jemanden, der aus dem Osten übergelaufen war. Der Untergang der DDR hinterließ es in einem Zustand des Verfalls, umfunktioniert zu einem Lagerraum, während der ehemalige Garten zubetoniert wurde. Kunst kann auch die Auseinandersetzung eines Künstlers mit Orten seiner Kindheit umfassen, mit Nossendorf und Demmin im Allgemeinen, mit dem Sammeln all dessen, was von seinem eigenen Leben und dem Leben ihm nahestehender Menschen vor dem Weltuntergang zeugen könnte. Seine Kunst wird dadurch zunehmend persönlicher, als ginge es ihm nur noch darum, Vergangenes zu sammeln und zu bewahren und das Alltägliche festzuhalten – sei es eine Begegnung, eine Reise, eine Lektüre, Radiomusik, Nachrichten aus dem Internet oder die Kommunikation mit Freunden und Bekannten. Nicht ohne Grund könnte man schlussfolgern, dass die Medien an sich den Kern von Syberbergs Werk bilden. In seiner Puppenspielphase waren es Medien wie Radio und Film, die Stimme und Körper, Ton und Bild trennten; in der von Büchern dominierten Phase waren es Medien, die Töne und Bilder mithilfe von Buchstaben oder Noten festhielten. Doch der Künstler konnte den Film gerade deshalb aufgeben und die Medien wechseln, weil ihm die Möglichkeit der Kunst an sich ständig vor Augen stand – eine Kunst, die über einzelne Kunstformen und Medien hinausgehen sollte, ja sogar über jene eine Kunstform oder jenes Medium, das sie alle miteinander verbinden sollte: das Kino. Und das von Anfang an. Auch wenn Syberberg länger im Medium Film blieb und immer wieder zu ihm zurückkehrte, bedeutet das nicht, dass er jemals nur Filmemacher war. Doch das ständige Sammeln von Fragmenten des eigenen Lebens und das Aufzeichnen des Alltags, die ständige Selbstoffenbarung, ist vielleicht nicht nur das. Denn wenn es unentscheidbar bleibt, ob das, was erscheint, Kunst oder etwas anderes ist, dann muss die Selbstdokumentation nicht nur das sein. Dort, wo Syberbergs Werk am persönlichsten ist, wo seine Handlungen wie bloße Aufzeichnungen alltäglicher Banalitäten oder, alternativ, wie nostalgische Versuche erscheinen mögen, das verlorene Glück seiner Kindheit wiederzuerlangen, dort wird es auch am rätselhaftesten. Selbst wenn es von Erinnerungen an das Ende der Welt getrieben ist, verrät der Künstler sie selbst und verwandelt sie in etwas, das man nicht genau benennen kann, als wäre es von „Vergessenheit unter der Maske der 120 Anamnese“288 beeinflusst. Und nicht nur von seinen eigenen Erinnerungen. Indem er den Erinnerungen seiner Mitbürger an die schicksalhaften Ereignisse von 1945 Raum gibt, setzt er sie nicht nur der Gefahr aus, zu etwas Alltäglichem und Vertrautem zu verkommen – etwa zu einem Argument, das von anderen für ihre eigenen Zwecke missbraucht werden könnte –, sondern schützt sie gleichzeitig auch davor. Von Anfang an suchte Syberberg in der Musik nach etwas, das die Kunst vor dem Verkommenlassen in ihre alltägliche und vertraute Gestalt bewahren könnte. Gleichzeitig war er sich jedoch bewusst, dass auch die Musik selbst ein solches Gesicht zeigen kann, wie seine langjährige Auseinandersetzung mit Richard Wagner belegt. Auch im Nossendorf-Projekt schöpft Syberberg aus der Musik. In „Café Zilm“ taucht die Musik aus der Kindheit des Künstlers wieder auf – Bach, Mozart und Kinderlieder –, während das Werk selbst einer musikalischen Struktur aus ineinandergreifenden, kontrapunktischen Linien folgt. Eine weitere Aktion Syberbergs aus dieser Zeit war der Kauf einer Orgel für die Kirche in Nossendorf,289 die nach jahrelangem Verfall renoviert werden musste. In einer unbetitelten Aktion am 5. Mai 2018 in der St.-Bartholomäus-Kirche in Demmin, die als Videoaufzeichnung unter dem Titel „Demmin Requiem“ veröffentlicht wurde, scheint Syberbergs Werk untrennbar mit dem Gedenken an seine Mitbürger verbunden zu sein, die in jener Nacht 1945 getötet wurden. Oder mit einem Konzert, bei dem neben Mozarts Motette „Ave verum corpus“ auch der Kirchenchor aus Demmin und das Preußische Kammerorchester Mozarts Requiem aufführten.290 Es ist, als ob seine Kunst einem Werk, um das sie zuvor gekreist war, endlich so nahe gekommen wäre, dass jeder Unterschied zwischen ihnen verschwand. … Wenn Susan Sontag gegen Ende ihres Essays wiederholt Joyces Namen neben Syberbergs erwähnt, drängt sich der Gedanke auf, dass auch in ihrem Diskurs etwas deutlich wird, das ihr selbst nicht zugänglich war. 291 Sie konnte damals nicht ahnen, dass das Ende von Odysseus in einem Film von Syberberg wiederzufinden sein würde, sie konnte nicht wissen, dass Die Nacht als „Odyssee […] in das verlorene Reich der Erinnerungen“ bezeichnet werden würde, genauso wenig wie sie ahnen konnte, dass Verse aus Homers Odyssee ihren Weg nach Penthesilea finden würden
Aber sie spürte
der Weg des Künstlers und sein Werk gleichermaßen die Biografie dessen umrissen, der Ithaka mit dem Traum von der Rückkehr verlassen hatte. Und als er schließlich zurückkehrte, musste er erkennen, dass sein Traum sich deutlich von der Realität unterschied, die er dort vorfand.´ Und Syberbergs Kunst? Um ein Ende zu verhindern, das alles Vorhergehende auslöschen und das Werk in etwas Vertrautes, Alltägliches verwandeln würde, fand seine Kunst Wege, es zu neutralisieren, zu verdoppeln oder hinauszuzögern. Obwohl keines seiner Werke sich auf ein solches Abenteuer hätte begeben können, wären sie nicht von vornherein vollendet gewesen, hätte das bloße Ende nicht ihr Fortbestehen gesichert, so ist es im Falle seiner filmischen Werke, als ob ihr jeweiliger Rahmen die Ungewissheit des Endes selbst noch verbergen könnte. Als ob sich seine Werke, konfrontiert mit der Frage, ob sie noch existierten oder bereits verschwunden waren, gänzlich etwas anderem ergeben mussten, um das zu enthüllen, was stets im Schatten lag, vergessen und unterdrückt worden war. War es das, wonach der Künstler auf seiner Weltreise suchte? Etwas, das immer da war – und niemals sein wird.
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Und wieder ist diese Romy im nachfolgenden Film der Demminer Gesänge nun rausgeschnitten wieder von BR.
Wiedeer vom BR im letzten Film von hier auf Wunsch d er Atlen aus Demmin heute nach 60 Jahren.
Aus Dalibor Davidovic Dem Buch aus Zagrab und demnächst auf englisch.
was dazu gehört nicht nur zu diesem Leben
Aber die gekommen waren, werden selig sein
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In Demmin im Programm Demokratie leben abgelehnt zu unterstützen wegen mangelnder Nachhaltigkeit. Demnächst in engl. und russ. weltweit und Frankfurt in Deutschland, da Berlin keinen Raum dafür hat
Dies aber wird noch da sein, wenn alle heute gegangen sind, wie schon die des Anfangs hier. Zuerst die im BR vor 60 Jahren fördernd, so wie die jetzt aktuell versuchen dies zu verhindern (mit "Hände gebunden"). Und so wie die Romy, wie sie hier erscheint als die Eigentliche, nur existieren konnte nach ihrer Existenz auf Erden.

Was in der BR Fassung heute Nacht gesendet und so in der Mediathek der Demminer Gesänge raus war und ist >>>>>

also nur bei uns komplett und daher authentisch. Die grosse Wunde des BR, nach 60 Jahren Freiheit davon erkämpft nochmal wiederholt, wenn sie soetwas wieder entfernen.

Sie haben nach den Wünschen des Agenten der Romy im Interesse des später geschiedenen Ehemanns gehandelt, ohne für die Authentizität nicht nur der Kunst des Films, sondern auch gegen eine ordentlichen Dokumentation zu handeln. Notfalls mit Androhung den Film als nicht legitime Werbung nicht zu senden. Nachträglich von uns, wir wieder frei davon, nun wieder gefangen im eigenen Netz solcher unguten Befangenheiten. Diese Romy war ein gutes Geschäft in 3 Tagen gedreht. Günstig kalkuliert mit 3 Wochen undohne Fremdkosten. Der Produzent des Films Romy erhielt einen BR-Vertrag für 10 weitere Filme. Die Fortsezung der Demminer Gesänge 2. Teil und deren 3. Teil, aktuell aus diesem Jahr mit der Verlesung der Toten-Namen von 1945 in der Kirche St. Bartholomaei selbst inMoskau als Epilog des ganzen Syndroms in Demmin und nicht nur dort, wurde nicht erworben.