VI Kennengelernt hatten wir uns nach der  
Uraufführung Wessis in Weimar - welch Anschlag auf den Verfasser des Textes, und Heilung zugleich, von einem Autor der Bühne als Regisseur. Der Einzige, der das darf.- auf
dem Hof zur Kantine die Begrüßung in seiner Verbeugung vor der, die er zuletzt jeden möglichen Abend im Traum, was sonst gesehen, wie sie das Glas gehoben, getragen, durch den Abend des ganzen Untergangs vieler Enden, oder wie sie das schwere Buch vom Schloss gehalten, an zwei Fingern, mit einer Hand, ohne Beugen zum grossen Schweigen der Musik unendlicher Wehmut der Heiterkeiten, die die Pastorale aus Furtwänglers Hand erlaubt. Und er sagte, wie gerne, wenn das möglich wäre, sie. - Aber. Der einzige, der wusste: nie. So geht das nicht. Später gab es Pläne für ihn als Jason in der Medea. Was für ein Paar. Herunter zu fotografieren für jedermann. Sie in der Titelrolle. In ihrer Verantwortung er. Bühnensprengend. Nach den Monologen. Hats ja nicht gekonnt, wird er später sagen. Als ich fragte. Der Nietzsche-Plan in Wien, sein Text, seine Regie, und er als N. - sie als Schwester. Vom Tode eingeholt. Keiner weint. Und hat wohl seinen Sinn geheimnisvoll in sich.

Verlorene bilder . -  Dreimal während der Aufführungen noch versucht getreu zu handeln, wie in alten Zeiten Brecht und Kortner so zu dienen, ihn zu bannen. Und besonders immer die Vorsprecher, Einpeitscher der Worte, Gesten, Einsätze von oben für die Chöre. Wohl so wie von keinem anderen und so lange nah dokumentiert. Wer diese Intensitäten  sieht und ihre Präzision, auf den Punkt der Ekstase gebracht, wird sich des Theaters freuen, alleine schon in ihren Einflüster/ern/innen des Herzen im Rhythmus höchster Töne aus tiefstem Ur-Grund
.

*

         [Syberberg/origin]   [Syberberg2/autobiography] [Syberberg3/actual activities ] [aktuelle Termine]